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Degerloch - Das ehemalige Gaswerk und Wasserwerk
Degerloch. Das ehemalige Gaswerk soll gerettet werden.
Bürger haben daher zu einer Besichtigung eingeladen ... |
• 31.10.2011 - Verkauf wird verschoben
• 26.10.2011 - Die Museumspläne könnten Makulatur werden
• 14.10.2011 - Geschichtswerkstatt Degerloch e.V. -
Bürger gründen einen neuen Verein für Ortshistorie
• 26.01.2011 - Blick vom Fernsehturm - Museum im Gaskessel ist derzeit nicht zulässig
• 25.01.2010 - Ein Stück bedeutende Vergangenheit - Stuttgarter Nachrichten
• 22.04.2010 - Gaswerk wird verkauft - Stuttgarter Wochenblatt
• 25.04.2010 - SPD Degerloch gegen Verkauf der Gaswerk- Grundstücke
• 19.04.2010 - Abrissbirne schlägt nicht ins Gaswerk - Stuttgarter Nachrichten
• Aktueller Fotobericht vom 10.7. beim Gablenberger-Klaus.de Blog
• Stuttgarter Nachrichten vom 12.7.2010 - Keine Bäder, dünne Wände
• Historische Fotos vom Gaswerk bei Galerie-Rieser.de
•Stuttgart auf Zack: 125 Jahre Stuttgarter Zahnradbahn
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Ein Stück bedeutende Vergangenheit
25.01.2010 - Stuttgarter Nachrichten
Degerloch. Das ehemalige Gaswerk soll gerettet werden. Bürger haben daher zu einer Besichtigung eingeladen.
Von Stefanie Käfferlein
Meterlange Eisenstreben erstrecken sich über den gesamten Dachstuhl. Es sind die einzigen Überbleibsel im Inneren des Gebäudes, die noch an das einstige Gaswerk erinnern. Draußen im Garten ist immer noch das Fundament des Gaskessels erhalten. Roland Geiger hat es vor vielen Jahren freigelegt, damit wenigstens ein kleiner Teil der Geschichte ans Tageslicht kommt.
Dort in den Backsteinhäusern, wo Anfang des 20. Jahrhunderts das Gas für die Degerlocher Bevölkerung produziert wurde, befinden sich heute einige Drei- und Zweizimmerwohnungen. In einer von ihnen lebt Roland Geiger. Schon immer wohnt er dort an der Roßhaustraße. Hier haben schon seine Eltern gewohnt, hier ist er aufgewachsen. "Und jetzt will die Stadt all das verkaufen", sagt Geiger. Dass es tatsächlich auch so kommt, daran will er noch nicht denken.
Und damit ist er freilich nicht allein. Die drei Degerlocher Helmut Doka sowie Albert und Gerhard Raff haben es sich zur Aufgabe gemacht, das ehemalige Gaswerk vor dem Verkauf und einem etwaigen Abriss zu schützen. Diese Pläne hat die SPD-Fraktion bereits aufgegriffen und einen Antrag gestellt, sowohl das Gas- als auch das Wasserwerk unter Denkmalschutz zu stellen. Am Samstag haben die Ortshistoriker interessierte Bürger, Bezirksbeiräte und Stadträte zu einer Besichtigung des Geländes eingeladen.
"Es kann nicht in unserem Interesse sein, dass man ein solches Ensemble wie dieses nicht erhalten will", sagt Doka. Ein Blick zurück ins Jahr 1911 offenbart deren frühere wichtige Bedeutung. Mitten in der Natur laufen das Gas- und Wasserwerk auf Hochtouren. Eine stetig wachsende Bevölkerung will entsprechend versorgt sein. Im Gebiet Falterau befinden sich jene Gebäude der späteren gleichnamigen Siedlung im Rohbau. 1903 hatte der Bauingenieur Robert Mayer die Erlaubnis erhalten, an der Badstraße - so hieß die Roßhaustraße zu jener Zeit - ein Gaswerk zu bauen und dort für eine Dauer von 25 Jahren zu betreiben. Mit einer Fläche von rund 3500 Quadratmetern gehörte das Degerlocher Gaswerk zu den kleineren der insgesamt 13 in ganz Stuttgart. "Heute ist die Anlage die einzige in Stuttgart, die noch existiert", sagt Doka. Der Historiker bedauert die schlechte Quellenlage. "Es gibt leider kaum noch Dokumente über die beiden Anlagen, weil vieles im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde."
Gemeinsam mit den beiden Raffs und den Naturfreunden ist Doka weiter auf der Suche nach historischen Informationen, die ihren Rettungsversuch stützen könnten. Denn auch die Mitglieder der Naturfreunde sind sich über die historische Bedeutung ihres Vereinsheims, dem ehemaligen Dampfhaus, bewusst. Bereits 1872 wurden von dort die Bürger erstmals mit Wasser versorgt. Im Ramsbachtal lief das Wasser von verschiedenen umliegenden Quellen zusammen. Seit 41 Jahren ist das ehemalige Wasserwerk das Degerlocher Naturfreundehaus. Mühsam haben es die damaligen Mitglieder zwei Jahre lang umgebaut. "Es war in einem sehr schlechten Zustand damals", erzählt die Vorsitzende der Naturfreunde und Stadträtin Maria Hackl.
Mittlerweile ist der Verein Eigentümer auf Erbbaurechtsbasis. An den eigentlichen Zweck des Hauses erinnert auf den ersten Blick auch hier nicht mehr viel. "Der Schein an der Oberfläche trügt", verspricht Doka. Im Keller plätschert das Wasser noch heute fleißig vor sich hin. Hinter einer stählernen Tür offenbart sich dem Betrachter ein großes Wassersammelbecken. "Das Wasser hier verwenden wir für unser Biotop", sagt Helmut Wolf. Weitere Wasserkammern sind über einen Gullyschacht im Garten erreichbar. Im Frühjahr wollen Doka und Wolf auch diese schwer begehbaren Becken unter die Lupe nehmen - die EnBW hat ihre Hilfe bereits zugesagt.
"Man könnte all das hier als Projekt Stuttgart 1900 bezeichnen", sagt Doka. Damit meint er das Zusammenspiel des einstige Wasserwerks der Kommune, das privat betriebene Gaswerk und die bereits unter Denkmalsschutz stehende genossenschaftliche Siedlung in der Falterau. Ein Heimatmuseum in einem der Backsteinbauten und Informationstafeln neben den historischen Bauten sind weitere Vorschläge von Bürgern. "Doch allem voran ist es zunächst einmal wichtig, dass die Gebäude tatsächlich unter Denkmalschutz gestellt werden", betont Doka.
Am Samstag ist zumindest seine Hoffnung gewachsen, dass morgen bei der Bezirksbeiratssitzung eine Mehrheit erzielt werden kann.
Museum im Gaskessel ist derzeit nicht zulässig
Artikel aus der Blick vom Fernsehturm vom 26.01.2011
Degerloch. Nur der Gemeinderat kann den Verkauf des Alten Gaswerks im Ramsbachtal verhindern. Von Rüdiger Ott
Thomas Zügel arbeitet nach Aktenlage. Die ist eindeutig. Er soll einen Käufer für das Alte Gaswerk finden. Weil sich das als schwierig erwiesen hat, will er das Gelände dreiteilen. Die beiden backsteinernen Häuser aus dem Jahr 1903 werden einzeln zum Verkauf angeboten. Sie stehen unter Bestandsschutz und dürfen nicht abgerissen werden. Die Wiese daneben will der Leiter des Liegenschaftsamts separat ausschreiben. Hier wäre Platz für ein Mehrfamilienhaus. Derzeit befindet sich alles noch im Besitz der Stadt. "Wenn es ein anderes Ansinnen gibt, dann sollte man mir das mitteilen", sagt Zügel.
Es gibt ein anderes Ansinnen, nur ist dieses bislang noch nicht auf offiziellem Weg bis zu den Ämtern und Stadträten durchgedrungen. Eine Gruppe engagierter Degerlocher will verhindern, dass die Stadt das Alte Gaswerk an der Roßhaustraße 63 bis 65 verkauft. Stattdessen wollen sie den Gaskessel, der in den 1920er-Jahren abgerissen wurde, wieder aufbauen. In ihm soll ein Museum untergebracht werden (wir berichteten). Zudem planen sie eine Ausstellungsfläche für einen Galeristen.
Das ganze sei für 300 000 Euro zu haben, rechnet Rolf Armbruster, einer der Initiatoren des Projekts, vor. Das Geld soll durch Spenden hereinkommen. Auch die beiden Ortshistoriker Albert Raff und Gerhard Raff sowie der ehemalige SPD-Stadtrat Helmut Doka gehören zu der Gruppe "Degerloch 1900".
Voraussetzung dafür, dass das Museum gebaut werden kann, ist jedoch das Entgegenkommen der Stadt. Sie muss auf den Verkauf verzichten. Die Museumspläne, die sich die Gaswerkschützer ausgedacht haben, könnten jedoch am Baurecht scheitern. "Nach dem heutigen Stand kann man die Fläche so nicht bebauen", sagt Kirsten Rickes, die Leiterin des Baurechtsamts. Freilich könnte nach geltendem Recht dort auch kein Mehrfamilienhaus entstehen. Weshalb in naher Zukunft der Bebauungsplan ohnehin geändert wird.
"Ein Museum wäre möglich, wenn es sich mit der benachbarten Nutzung verträgt", sagt Rickes. Feier- und Veranstaltungsräume etwa würden in dem Wohngebiet nicht genehmigt. Zügel indes hätte nichts gegen ein Museum. Einzig, die Aktenlage müsste sich ändern. Darüber kann nur der Gemeinderat entscheiden. Der hat im April 2010 der Liste "nicht benötigter Immobilien" zugestimmt, um das Haushaltsloch zu verkleinern. "Es müsste einen entsprechenden Antrag geben", sagt der Leiter des Liegenschaftsamts. Auf dieser Liste standen auch das Alte Schulhaus und das Alte Rathaus im Weilimdorfer Ortskern. Es regte sich Widerstand, der eigens gegründete Verein "Pro Alt-Weil" sammelte mehr als 2500 Unterschriften. "Die Menschen haben eine emotionale Bindung an diese Gebäude", sagt die Weilimdorfer Bezirksvorsteherin Ulrike Zich.
Der Gemeinderat beschloss deshalb, den Verkauf der beiden Häuser für ein Jahr zu verschieben. Die Initiative sollte die Möglichkeit bekommen, ein Konzept zu erarbeiten. Inzwischen interessieren sich eine Kita, die Volkshochschule und der Heimatkreis für die Räume. Auch ein Trausaal könnte dort untergebracht werden. In Degerloch war man ähnlich aktiv, um den Abriss des Alten Gaswerks zu verhindern. Der Bestandsschutz für die zwei Gebäude etwa wurde nur wegen des anhaltenden Protests der Gruppe "Degerloch 1900" festgeschrieben. Die Mitglieder schrieben Briefe, organisierten Ortsbegehungen und überzeugten letztendlich sowohl den Bezirks- als auch den Gemeinderat. Den geplanten Verkauf konnten sie aber nicht verhindern. Auch wenn die beiden Degerlocher Stadträte Joachim Rudolf (CDU) und Ergun Can (SPD) vor einem Jahr deutlich machten, dass das Alte Gaswerk eigentlich im Besitz der Stadt bleiben sollte. "Mit dem Auftrag an die Degerlocher, sich etwas einfallen zu lassen", sagte damals Rudolf.
Abrissbirne schlägt nicht ins Gaswerk
Degerloch. Die Stadt verkauft zwar das historische Gebäude an der Roßhaustraße, sichert aber dessen Erhalt zu.
Von Rüdiger Ott
Ob die Initiative zur Rettung des alten Degerlocher Gaswerks Erfolg hatte, darüber lässt sich streiten. Fakt ist, dass der Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats am Freitag entschieden hat, das Backsteingebäude aus dem Jahr 1903 zu verkaufen. Das wollte Helmut Doka von der Initiative Degerloch 1900 verhindern. Denn er befürchtete, ein Investor würde das Gebäude abreißen, womit auch ein Stück Degerlocher Geschichte für immer verloren ginge. Fakt ist aber auch, dass keine Abrissbirne einschlagen wird. Denn der Wirtschaftsausschuss stimmte nur unter der Bedingung zu, dass der neue Besitzer an der äußeren Erscheinung des Gaswerks nichts verändern darf. So soll es im Grundbuch stehen.
Im November vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die Gebäude an der Roßhaustraße 63 und 65 auf einer städtischen Ausverkaufsliste stehen, um das Haushaltsloch zu verkleinern. Die meisten Punkte auf der Liste mit den sogenannten "nicht benötigten Immobilien" erregten kein Interesse. Nicht so das Gaswerk. Prompt formte sich der Widerstand, zuvorderst in Person von Doka und den beiden Ortshistorikern Gerhard Raff und Albert Raff.
Ortsbegehungen wurden organisiert. Der örtliche Bezirksbeirat stellte sich einstimmig hinter die Initiativler. In einem Brief sicherte sogar Baubürgermeister Matthias Hahn seine Unterstützung zu. Der Denkmalschutz wurde erfolglos bemüht, um den Verkauf zu verhindern. Laut dem Landesamt für Denkmalpflege ist das Gemäuer zwar alt, aber nicht schützenswert. Anders der jungsteinzeitliche Boden unter dem Haus, befand Gertrud Clostermann von dem Amt - und lieferte den Gaswerk-Schützern ein neues Argument. Diesem schloss sich schließlich auch die Gemeinderats-SPD an.
Vergeblich. Mit Ausnahme der SPD und der Fraktionsgemeinschaft Linke/SÖS stimmten alle Parteien für den Verkauf. "Natürlich sind wir enttäuscht", sagt Doka - auch wenn er den Grundbucheintrag, der den Erhalt des Gebäudes sichern soll, als kleinen Erfolg verbucht. Ihm hatte Größeres vorgeschwebt, etwa ein kleines Museum, um die Bedeutung des Gaswerks und des benachbarten Wasserwerks aus dem Jahr 1872 für den Flecken zu erläutern. Das Wasserwerk steht an der Roßhaustraße 61 und steht nicht zum Verkauf. Aufgeben will Doka aber noch nicht. Das Argument mit dem jungsteinzeitlichen Boden will der einstige SPD-Stadtrat dem Regierungspräsidium vortragen.
Noch im März hatte der Christdemokrat Joachim Rudolf bei einem Besuch im Bezirksbeirat zugesichert, auch er werde sich dafür stark machen, dass die Stadt das alte Gaswerk behält. Dennoch stimmte er am Freitag für den Verkauf. "In der angespannten Finanzlage ist das eine sinnvolle Entscheidung", sagt er. Und schließlich sei der Abriss vom Tisch. "Das Gebäude bleibt erhalten, ohne dass die Stadt für den weiteren Unterhalt aufkommen muss", sagt er. Die Kosten seien nicht zu unterschätzen.
Mit dem Verkauf profitiert die Stadt gleich doppelt. Sie bekommt Geld. Und sie fördert damit die Nachverdichtung in Degerloch. Dies ist erklärtes politisches Ziel. Das Grundstück ist so groß, dass auf der Wiese ein zusätzliches Mehrfamilienhaus gebaut werden könnte. Erschlossen würde dieses am Gaswerk vorbei, weshalb der Bauplatz nicht einzeln verkauft werden kann. Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) hat bereits Interesse bekundet und die beiden Häuser am vergangenen Montag begutachtet. "Erst durch diesen Bauplatz wird der Verkauf interessant", sagt Thomas Zügel, der Leiter des Liegenschaftsamts.
Und dies, obwohl auf der Wiese nach dem derzeitigen Stand der Rechtslage noch gar nicht gebaut werden darf. Das Grundstück ist Teil des neuen Bebauungsplans für die Ramsbachstraße, um den es in der Vergangenheit Streit gab. Gegen die geplante Nachverdichtung auf einem Grünstreifen entlang der Straße hatten Anwohner protestiert, 684 Unterschriften gesammelt und 735 Einwände formuliert. Die Baugegner scheiterten. Doch hatte die Verwaltung den Bebauungsplan in zwei Hälften geteilt. Und nur der erste Teil wurde im Sommer 2009 vom Gemeinderat verabschiedet. "Vor 2011 gibt es bestimmt kein verbindliches Planungsrecht", sagt Detlef Kron, der Leiter des Stadtplanungsamts. Verkauft wird trotzdem, die Ausschreibung ist für Juni vorgesehen.
Gaswerk wird verkauft
22.04.2010 - Stuttgarter Wochenblatt
DEGERLOCH
In der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am vergangenen Freitag wurden die Grundstücke des ehemaligen Gaswerks Degerlochs an der Roßhaustraße 63 und 65 gegen die Stimmen von SPD und SÖS/Linke zum Verkauf freigegeben. Damit hat sich die Mehrheit des Gemeinderats über das einstimmige Votum des Degerlocher Bezirksbeirats hinweggesetzt. Der Sprecher der SPD-Bezirksbeiratsfraktion, Klaus-Dieter Kader, bekundet großes Befremden über die Entscheidung. "Dies ist ein Schlag gegen den Bezirksbeirat", so Kadner. Doch noch sei das Grundstück ja nicht verkauft.
SPD Degerloch gegen Verkauf der Gaswerk- Grundstücke
25.04.2010 - SPD
Bei der Mitgliederversammlung der Degerlocher SPD bekundeten die zahlreich anwesenden Mitglieder einstimmig großes Befremden gegenüber der Entscheidung der Mehrheit des Wirtschaftsausschusses der Stadt Stuttgart, der die Grundstücke des ehemaligen Gaswerks Degerlochs in der Roßhaustr. 63 und 65 gegen die Stimmen von SPD und SÖS/Linke zum Verkauf freigeben hat.
Der SPD- Ortsvereinsvorsitzende und Stadtrat Ergun Can, der auch Mitglied im Wirtschaftsausschuss der Stadt ist, betont, dass das gesamte Ensemble aus Sicht der Degerlocher SPD erhalten werden solle. Dazu zählen auch die Fundamente des ehemaligen Gaskessels. Ein Festschreiben des Erhalts der Betriebs- und Verwaltungsgebäude des ehemaligen Gaswerks im Grundbuch sei nicht genug. Dies ermögliche höchstens kurzfristig den Erhalt. „Wir wollen das gesamte Ensemble aber dauerhaft schützen.“ so Can.
Die Stv. Vorsitzende Ursula Wolf kritisiert das Übergehen des zweimal einstimmig gefassten Beschlusses des Degerlocher Bezirksbeirats und zeigt sich insbesondere über das abweichende Abstimmungsverhalten von CDU und Grünen im Gemeinderat verwundert. „Sicherlich ist die Stadt in einer schwierigen Haushaltslage. Dies rechtfertigt aber nicht das historische Erbe des Stadtbezirks zu verschleudern.“ Wolf betont, dass die SPD Degerloch den „Arbeitskreis Degerloch 1900“, in dem sich eine Reihe engagierter Degerlocherinnen und Degerlocher zusammengetan haben, weiter unterstützen werde. Wolf weist in diesem Zusammenhang noch einmal auf die besondere Bedeutung des Gaswerks für die Ortsgeschichte von Degerloch, aber auch für Stuttgart, hin. Das Degerlocher Gaswerk sei das in Stuttgart einzig erhaltene historische Ensemble der ehemals insgesamt 13 kleineren Gaswerke der damals noch selbständigen Kommunen auf der heutigen Gemarkung Stuttgarts.
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Räte entscheiden über Gaswerk
"Blick vom Fernsehturm", vom 25.11.2011
Degerloch: Für die Pläne eines Ortsmuseums findet sich keine Mehrheit.
Von Rüdiger Ott
Heute, am 25.11.2011, entscheidet sich, ob einige engagierte Degerlocher ein
spendenfinanziertes Ortsmuseum bauen können oder nicht. Der
Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats entscheidet über den Verkauf des
Alten Gaswerks an der Roßhaustraße 63 - 65. Eine Stiftung hat Interesse
bekundet, die backsteinernen Gebäude übernehmen zu wollen. Doch hat der
Verein Degerlocher Geschichtswerkstatt eine Wiese am Alten Gaswerk als
Standort für ein Museum auserkoren. Dort stand Anfang des 20.
Jahrhunderts ein Gaskessel, und auf dem noch existierenden Fundament
plant der Verein, für geschätzte 300 000 Euro ein rundes Gebäude zu
erstellen. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Stadt das Gelände nicht
verkauft und es der Gruppe im Erbbaurecht überlässt.
Die Chance dafür steht schlecht. Im Wirtschaftsausschuss zeichnete
sich bereits Ende Oktober eine Mehrheit für den Verkauf ab, doch wollten
die Stadträte sich erst noch die Meinung des Degerlocher Bezirksbeirats
einholen. Der sprach sich in nicht öffentlicher Sitzung nun
mehrheitlich für den Verkauf aus. Ein offener Brief, den der
Vereinsvorsitzende Helmut Doka vergangene Woche verschickt hatte und in
dem er um Unterstützung für die Museumspläne warb, blieb erfolglos.
Für den Verkauf soll das Grundstück des Alten Gaswerks geteilt
werden. Der zweite, noch nicht bebaute Teil, soll frühestens im nächsten
Jahr veräußert werden. Der Bebauungsplan erlaubt dort ein
Mehrfamilienhaus. Über den aktuellen Kaufpreis ist nichts bekannt, doch
ging die Verwaltung vor einem Jahr davon aus, insgesamt 1,5 Millionen
Euro einnehmen zu können.
Geschichtswerkstatt wendet sich an Räte
"Blick vom Fernsehturm", vom 21.11.2011
Degerloch Die Initiativler der Degerlocher Geschichtswerkstatt wenden
sich mit einem Brief an die Stadt- und Bezirksräte. Eindringlich werben
sie noch einmal für Unterstützung bei ihrem Vorhaben, an der
Roßhaustraße ein Museum zu bauen. Es soll in Form eines Gaskessel auf
einer Wiese am Alten Gaswerk entstehen. Das Alte Gaswerk gehört jedoch
der Stadt und steht zum Verkauf. "Wir bitten Sie weiterhin, von einem
Verkauf des Grundstücks abzusehen, die historisch bedeutsamen Gebäude in
städtischer Hand zu behalten und die Möglichkeit offen zu halten, einen
kleineren Teil des Grundstücks im Erbbaurecht für ein Heimatmuseum zur
Verfügung zu stellen", schreibt Helmut Doka, der Vorsitzende der
Degerlocher Geschichtswerkstatt.
Die Stadträte hatten ihre Entscheidung davon abhängig gemacht, dass
die Initiative ein Finanzierungskonzept vorlegt. Dies ist nicht
geschehen. Weiterhin wird lediglich von geschätzten Kosten von 300 000
Euro gesprochen. "Aussagen zur künftigen Finanzierung des Heimatmuseums
sind schwer zu treffen, insbesondere, wenn wie bisher jegliche
schriftliche Aussage der Stadt zum Standort und zu den baulichen und
liegenschaftlichen Rahmenbedingungen fehlt", schreibt Doka. ott
EIN MUSEUM IN FORM EINES GASKESSELS
"Blick vom Fernsehturm", vom 09.11.2011 02:46 Uhr
Geschichte Das Alte Gaswerk an der Roßhaustraße wurde 1904 gebaut, als
Degerloch sich von einem Dorf zu einer damals eigenständigen Stadt
entwickelte. Der Gaskessel wurde bereits in den 1920er-Jahren wieder
abgerissen.
Museum Einige Degerlocher wollen auf dem Gaskesselfundament ein
Museum bauen. Kosten: 300 000 Euro. Voraussetzung ist, dass die Stadt
ihnen das Grundstück überlässt. Zudem müsste ein Bauverbot aufgehoben
werden.
Verkauf Die Stadtverwaltung schlägt den Verkauf vor. Das Alte Gaswerk
muss aber erhalten bleiben, nebenan ist Platz für ein Mehrfamilienhaus.
Die Stadträte wollen ihre Entscheidung von der Finanzierung abhängig
machen. ott
"Sollen wir uns jetzt vors Rathaus setzen?"
"Blick vom Fernsehturm", vom 09.11.2011
Degerloch Helmut Doka spricht über seine Museumspläne und den Frust über das Vorgehen der Stadt. Von Rüdiger Ott
Seit Anfang des Jahres wirbt Helmut Doka für ein Ortsmuseum. Das
wollen er und seine Mitstreiter von der Degerlocher Geschichtswerkstatt
auf einer Wiese des Alten Gaswerks an der Roßhau-straße bauen. Doch das
Gelände gehört der Stadt und die will es verkaufen.
Herr Doka, haben Ihre Pläne für ein Ortsmuseum am Alten Gaswerk noch eine Chance? Oder sind sie bereits Geschichte?
Ich glaube schon, dass das noch eine Chance hat. Die Widerstände sind
zwar groß. Die Stadt verfolgt ganz offensichtlich ihre Linie. Aber die
Entscheidung trifft letztendlich der Gemeinderat.
Wie ist denn die Linie der Stadt?
Sie will das Grundstück verkaufen, um Geld in den Haushalt zu
schaufeln. Das Alte Gaswerk steht auf der Liste nicht benötigter
Immobilien. Und wir meinen, dass für ortsgeschichtliche Zwecke dieser
Standort gesichert werden sollte.
Wer die Vorgänge der vergangenen Monate beobachtet hat, kommt zu dem
Schluss, dass die Kommunikation zwischen Ihnen und der Stadt gestört
ist.
Wir haben Anträge gestellt. Wir haben Gespräche angeboten. Wir waren
im März im Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats, wir waren zweimal im
Bezirksbeirat. Aber von der anderen Seite, in dem Fall vom
Finanzreferat, ist keine Reaktion gekommen. Sollen wir uns jetzt vor das
Rathaus setzen? Oder noch einmal einen Brief schreiben? Den letzten
haben wir im Juni geschrieben.
Haben Sie auf Ihren Brief eine Antwort bekommen?
Nein.
Wussten Sie, dass vorvergangene Woche der Verkauf des Alten Gaswerks anstand - der dann aber doch nicht zustande kam?
Das habe ich bloß durch die Hintertür erfahren.
Frustriert Sie das?
Ja klar, das frustriert mich schon. Und ich verstehe es nicht ganz.
Haben Sie es versäumt, mehr aufs Tempo zu drücken?
Wir haben immer wieder um unser Anliegen geworben und uns an die Öffentlichkeit gewendet.
Die Stadträte wollen nicht umworben werden, sie verlangen konkrete
Pläne. Was ist diesbezüglich in den vergangenen Monaten geschehen?
Unser Konzept, dass wir Anfang des Jahres vorgelegt haben, war ja schon recht konkret.
Dafür haben die Stadträte Sie gelobt, sie forderten aber ein Finanzierungskonzept.
Wir können uns doch keine Finanzierung überlegen, wenn wir nicht
wissen, was wir finanzieren müssen. Wenn wir nicht mal wissen, ob ein
Museum an dieser Stelle überhaupt gebaut werden darf oder wie es gebaut
werden darf. Wie sollen wir die Leute um Spenden bitten, wenn wir nicht
wissen können, wie das Museum aussehen wird? Wie soll man ernsthaft
planen, Geld zu sammeln, wenn die Randbedingungen unklar sind? Hätte man
uns gesagt, so oder so ähnlich könnt ihr planen, hätten wir mit diesen
Zeichnungen längst Unterstützer in Degerloch angesprochen. Wir hätten
eine Broschüre erstellt, die wir den Handwerkern gegeben hätten, damit
sie uns helfen. Wenn man so etwas aber ins Blaue hineinmacht, nimmt man
die Leute doch auf den Arm.
Sie wollen sich also erst ums Geld kümmern, wenn Sie die Zusage der Stadt haben?
Ja.
Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Das ist das Dilemma. Wir trauen uns aber schon zu, das Geld zusammenzubringen.
Welcher Zeitrahmen schwebt Ihnen vor, um ihre Museumspläne zu realisieren?
Die Alte Scheuer hat 15 Jahre gedauert, das Stadtmuseum wird
voraussichtlich 16 Jahre brauchen, das erfolgreiche Muse-O in Gablenberg
hat sieben Jahre gebraucht - dann werden wir realistischerweise mit
etwa zehn Jahren rechnen. Wir müssen Geld sammeln, wir müssen bauen, wir
müssen die Einrichtung entwickeln. Das dauert einfach.
Sie haben keine zehn Jahre. Der Gemeinderat könnte dem Verkauf noch
im November zustimmen. Davor soll sich der Bezirksbeirat noch einmal mit
dem Thema beschäftigen. Wie wollen Sie das Ruder herumreißen?
Ich wurde bisher nicht eingeladen. Ich kann darüber hinaus nur unsere
guten Argumente vorbringen. Ich kann nicht sagen, die Finanzierung ist
gesichert. Ich hoffe, die Stadträte werden es nicht zum Kriterium
machen, dass die Bagger sofort vorfahren müssen. Es wird eben dauern und
ich hoffe, man bringt Verständnis dafür auf.
Was, wenn die Stadträte dafür kein Verständnis haben und das Alte Gaswerk stattdessen verkaufen?
Dann werden wir einen neuen Standort suchen müssen. Aber der Verein
"Geschichtswerkstatt Degerloch" steht und arbeitet. Und wird dafür
sorgen, dass es in Degerloch, wie in den meisten Stuttgarter
Stadtbezirken, einen Platz für die Ortsgeschichte geben wird.
Verkauf wird verschoben
Stuttgarter Zeitung - "Blick vom Fernsehturm", vom 31.10.2011
Degerloch
Altes Gaswerk: Der Bezirksbeirat soll noch einmal diskutieren.
Von Rüdiger Ott
Die Entscheidung über den Verkauf des Alten Gaswerks ist vertagt
worden. Die Stadträte wollten in der nicht öffentlichen Sitzung des
Ausschusses für Wirtschaft und Wohnen nicht ohne weiteres der Vorlage
der Verwaltung zustimmen. Laut der sollen die beiden backsteinernen
Gebäude an der Roßhaustraße an eine Stiftung verkauft werden.
Stattdessen sollen die Mitglieder des örtlichen Bezirksbeirats bei einer
ihrer Sitzungen noch einmal über den Verkauf sprechen.
Dies ist auch nötig, denn wäre der Verkauf genehmigt worden, wäre
damit gleichsam eine Entscheidung über ein lokalpolitisch brisantes
Thema gefallen - und das ohne vorherige öffentliche Aussprache. Einige
engagierte Degerlocher, die sich inzwischen in dem Verein
"Geschichtswerkstatt Degerloch" organisiert haben, würden gern auf der
Wiese des Alten Gaswerks ein Museum bauen. Dieses Museum soll die Form
des Gaskessels haben, der in den 1920er-Jahren abgerissen wurde. Den Bau
will der Verein mit Spenden bezahlen, die Kosten werden auf rund 300
000 Euro geschätzt. Doch ist die Voraussetzung, dass die Stadt den
Museumsbefürwortern das Gelände kostenlos überlässt. Zudem hat der
Verein noch kein detailliertes Finanzierungskonzept ausgearbeitet.
Stattdessen warten die Mitglieder der Geschichtswerkstatt nach wie
vor auf die Antwort der Stadt. Warum die Verwaltung nun den Verkauf
vorgeschlagen hat, ist unklar. Klar ist, dass die bürgerlichen
Fraktionen im Gemeinderat stets den Verkauf favorisiert haben, während
SPD und SÖS/Linke die Fürsprecher der Museumspläne sind. Ausschlaggebend
wird die Meinung der Grünen sein, die sich noch nicht festgelegt haben.
Die Museumspläne könnten Makulatur werden
Stuttgarter Zeitung - "Blick vom Fernsehturm", vom 26.10.2011
Degerloch -Am Freitag entscheiden die Stadträte nichtöffentlich über den Verkauf des Alten Gaswerks.
Von Rüdiger Ott
Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass sich der Verein
"Geschichtswerkstatt Degerloch" gegründet hat. Und schon könnte es sein,
dass die Vereinsmitglieder ihre erste, wenn nicht sogar entscheidende
Niederlage einstecken müssen. Haben sie sich doch zusammengeschlossen,
um Interessierten die Degerlocher Ortshistorie näher zu bringen. Mit
einem Museum, das sie am Alten Gaswerk an der Roßhaustraße bauen wollen,
in der Nachbarschaft zum Naturfreundehaus. Das Alte Gaswerk steht aber
zum Verkauf - erneut.
Besitzer ist die Stadt Stuttgart. "Ich nehme an, dass die Stadt das
Gelände verkaufen will und im Stillen an einer Lösung bastelt", sagt der
Vorsitzende Helmut Doka. Schon lange vor der Vereinsgründung waren er
und seine Mitstreiter tätig. "Degerloch 1900", ein loser Zusammenschluss
engagierter Degerlocher, hatte 2010 mit den möglichen Abriss des Alten
Gaswerks verhindert. Anfang 2011 überraschten die Mitglieder mit den
Museumsplänen. Auf dem runden Fundament des in den 1920er-Jahren
abgerissenen Gaskessels könnten sie sich vorstellen, für 300 000 Euro
einen Neubau zu bauen. Vorausgesetzt, die Stadt überließe ihnen die
Fläche, ohne dafür Geld zu verlangen. Doch seit Monaten hat Doka nichts
mehr von offizieller Seite gehört.
Am Freitag nun werden die Stadträte im nicht öffentlichen Teil des
Wirtschaftsausschusses über das Alte Gaswerk sprechen. Die Vorlage birgt
Zündstoff für die Museumsbefürworter, steht dort doch geschrieben, dass
ihre Pläne gegen gültiges Recht verstoßen und sie deshalb nicht weiter
verfolgt werden können. Denn die Wiese, unter deren Oberfläche sich das
Fundament des alten Gaskessels befindet, ist mit einem Bauverbot belegt.
Stattdessen soll das Gelände in zwei Teile zerschnitten und verkauft
werden. Ein Interessent für den vorderen Teil ist bereits gefunden. Eine
Stiftung will die beiden Backsteingebäude entlang der Straße kaufen,
sanieren und wie bisher vermieten. Ein Abriss ist ausgeschlossen. Im
Grundbuch ist festgeschrieben, dass das äußere Erscheinungsbild nicht
verändert werden darf. Findet sich eine Mehrheit in der Sitzung, könnten
die Stadträte den Verkauf bereits am Freitag beschließen.
Der hintere Teil soll als Bauplatz verkauft werden. Die Fläche ist
ausreichend groß für ein Mehrfamilienhaus. Die Detailplanung steht noch
aus. Unklar ist, wie die Fläche erschlossen werden könnte. Der Bauplatz
liegt nicht an der Straße, sondern in zweiter Reihe. Möglich ist ein
Durchfahrtsrecht.
Insgesamt könnten so rund eine Million Euro in die Stadtkasse gespült
werden. Davon jedenfalls war die Verwaltung noch vor einem Jahr
ausgegangen, als sie mit der Stuttgarter Wohnungs- und
Städtebaugesellschaft (SWSG) über einen Verkauf verhandelte. Die lehnte
aber schließlich ab. Ohne einen Abriss, so die Erklärung damals, sei die
Fläche "zu klein, um für die SWSG wirtschaftlich zu sein".
14.10.2011 - Stuttgarter Zeitung
Geschichtswerkstatt Degerloch e.V.
Bürger gründen einen neuen Verein für Ortshistorie
Degerloch (ana). Der Bezirk hat einen neuen Verein. Der Arbeitkreis "Degerloch 1900" heißt seit vergangenem Dienstag "Geschichtswerkstatt Degerloch e. V.". Dieser Schritt sei notwendig geworden, "weil wir zunehmend mit Projekten und Kosten umgehen müssen", sagt Helmut Doka, der Vorsitzende. Den Arbeitskreis gibt es seit zwei Jahren. Anlass war damals, dass die Stadt das alte Gaswerk an der Roßhaustraße verkaufen wollte. Dies haben die Bürger verhindert. Dem Verein gehören aktuell 15 Leute an. Die Rechtsform des Zusammenschlusses hat sich zwar verändert, die Ziele nicht. Es geht darum, die Historie Degerlochs zu erforschen und an andere weiterzugeben. Zudem arbeitet die Geschichtswerkstatt seit geraumer Zeit daran, ein Museum einzurichten. Wunschort wäre das Fundament des einstigen Gaskessels. "Wir kriegen einfach keine Antwort von der Stadt", sagt Doka. "Dabei brauchen wir dringend einen Arbeitsraum und Lagerflächen für unsere Tafeln und Exponate."
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