Artikel vom 26.01.2012 - Cannstatter Zeitung
STUTTGART-OST: Ausstellung im Muse-o wird am 29. Januar eröffnet
Im Muse-o gibt es ab 29. Januar 2012 eine Ausstellung über Brauereien im Stuttgarter Osten, darunter die Schloßbrauerei Gablenberg, die hier auf einer alten Postkarte abgebildet ist. Außerdem steht die Schlößlestraße im Mittelpunkt. Foto: privat
(red) - Das Muse-o in Gablenberg überrascht mit seinem neuen Projekt: Es handelt sich diesmal um eine Doppelausstellung, die das 100-Jahr-Jubiläum der Schlößlestraße ebenso behandelt wie die Stuttgarter Brauereien. Der Zusammenhang? Auch auf der Fläche der heutigen Schlößlestraße wurde einst Bier gebraut. Eröffnung ist am Sonntag, 29. Januar 2012, um 14 Uhr.
In Gablenberg bestand gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Schloßbrauerei und die für das Dorf wichtige Gaststätte Schlößle. 1907 brannte die Braustätte weitgehend ab; auf ihrer Fläche ließen zwei Bauunternehmer und ein Architekt die Schlößlestraße anlegen und bebauten sie zwischen 1910 und 1913 mit reizvollen Gebäuden in gemäßigtem Jugendstil. Die Straße feiert also derzeit ihren 100. Geburtstag. Die Bewohner des komplett erhaltenen Ensembles haben einen Verein gegründet und im letzten Sommer das Jubiläum schon ausgiebig gefeiert. Dabei war eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Straße zu sehen, zusammengestellt von Marta del Pozo, Ken Kinoya und Inga Horn. Deren Unterlagen hat nun die Sozialwissenschaftsstudentin Lea Scheurer zu einer Museumsausstellung umgestaltet. Die knapp ein Dutzend Tafeln mit ihren zahlreichen historischen Fotos, zum Teil aus unveröffentlichtem Privatbesitz, lassen die alten Zeiten in dem Sträßchen lebendig werden.
Das Muse-o hat die Vergangenheit des Geländes als Brauort zum Anlass genommen, die Biergeschichte der Landeshauptstadt einmal genauer anzuschauen. Und so beginnt dieser Teil der Schau mit der Frage, wie überhaupt der Gerstensaft in die Weinstadt Stuttgart kam. Nicht weniger als 29 Brauereien konnte der Ausstellungsmacher Ulrich Gohl seit dem 17. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Stuttgart ausmachen - und dabei sind die zahlreichen Hausbrauereien noch gar nicht mitgezählt. Viele der größeren Brauereien werden in knappen Texten und eindrücklichen Bildern dargestellt.
Zwei Schwerpunkte setzt dieser Ausstellungsteil: Weil es in Gablenberg einen Bardiliweg gibt, wird die verschlungene Geschichte der Bardilischen Brauerei (Tübinger Straße) im Detail dargestellt. Und weil die Brauerei Wulle früher zum Stuttgarter Osten gehört hat, verfolgt die Schau deren Spuren besonders intensiv. Zahlreiche Erinnerungsstücke an diese Brauerei werten die Ausstellung optisch auf.Die Schlößlestraße und die Schloßbrauerei Gablenberg/Die Stuttgarter Brauereien. Eine MUSE-O-Doppelausstellung in Zusammenarbeit mit dem Verein Unsere Schlößlestraße e. V., zu sehen im Muse-o, Gablenberger Hauptstraße 130, bis zum 6. Mai.
Eröffnung ist am 29. Januar 2012, 14 Uhr. Das Muse-o ist geöffnet Sa, So 14-18 Uhr (mit weiterführenden Informationen).
Herbert Medek, hält am Mittwoch, 11. Januar 2012, 19 Uhr
im Rathaus Stuttgart (Marktplatz 1), Großer Sitzungssaal
den Vortrag "Blick in die Vergangenheit – Planung für die Zukunft" zur Stadtgeschichte Stuttgarts.
Herbert Medek ist im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit.
Wie hat sich die Stadt vom »stuotengarten« der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 950 bis zur Großstadt von heute entwickelt? Herbert Medek zeigt, wie sich das Zentrum in den Kessel verlagerte, wie die Stadt befestigt wurde, wie die Hänge erschlossen wurden. Er stellt dar, wo sich Gewerbe-, Wohn- und Handwerkszentren herausbildeten und welche Folgen die zunehmende Mobilisierung hatte. In seinem Vortrag stützt er sich auf die neue DVD »Stadtentwicklung Stuttgart« des Stadtmedienzentrums Stuttgart, an deren Zusammenstellung das Stadtmessungsamt und das Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung sowie der Planungsstab Stadtmuseum mitgewirkt haben.
Mehr als 70 zoombare Karten, Stadtmodelle von 1492 bis heute geben einen plastischen Eindruck von Bebauung, Straßenführung, Flächennutzung oder Kriegszerstörungen.
Bei dieser Gelegenheit stellt das Stadtmedienzentrum Stuttgart eine DVD zur Stadtgeschichte vor, zu der Herbert Medek maßgeblich beigetragen hat. Aus dem Kulturamt wirkte an der Zusammenstellung die Leiterin des Planungsstabs Stadtmuseum, Anja Dauschek, mit. Die Leiterin des Kulturamts, Susanne Laugwitz-Aulbach, eröffnet die Veranstaltung.
DVD zur Stadtgeschichte Stuttgarts
Die DVD kann hier per Email/Post zum Preis von 20 EUR bestellt werden (Rechnung kommt mit DVD):
Aktuelle Ausstellungsthemen in den Stuttgarter Museen
Das Stadtmuseum Bad Cannstatt, in der
Marktstraße 71/1 zeigt die Sonderausstellung:
Die (auto)mobile Stadt
Stuttgarts Weg zur autogerechten Stadt
Wie hat sich Bad Cannstatt, wie hat sich Stuttgart seit der Erfindung des Automobils verändert? Anhand des Wilhelmplatzes in Bad Cannstatt und des Charlottenplatzes in Stuttgart-Mitte wird die Entwicklung zur autogerechten Stadt exemplarisch vorgestellt.
Visionen einer mobilen Zukunft definieren seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Gestalt der Städte. Aber nicht das Auto allein macht uns mobil - die Infrastruktur der Mobilität sind vielmehr Straßen, Plätze, Tunnel und Brücken. In der "Autostadt Stuttgart" wird das besonders deutlich. In Bad Cannstatt wurde der schnell laufende Benzinmotor erfunden und revolutionierte die Welt. Er machte die Menschen mobil und veränderte gleichzeitig die Städte weltweit. Die Geburtsstadt des Automobils widerspricht mit ihrer Topographie den Bedingungen des Autoverkehrs.
Dennoch wurde sie in der Nachkriegszeit in jeder Hinsicht zu einer "Autostadt". Highlight ist ein speziell für die Ausstellung angefertigtes Modell des Charlottenplatzes. Die Modellbauwerkstätte der Uni Stuttgart hat in mühevoller Kleinarbeit dieses Verkehrsbauwerk detailgetreu nachgebaut.
Eine Ausstellung des Planungsstabs Stadtmuseum in Kooperation mit dem Institut für Architekturgeschichte der Universität Stuttgart und dem Landesmedienzentrum Baden-Württemberg
Die Ausstellung ist von 19.10.2011 bis einschließlich So., 5.02.2012 außer an Feiertagen:zu sehen im Stadtmuseum Bad Cannstatt, Marktstraße 71/1 ("Klösterle"-Scheuer), 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt, Telefon 0711/56 47 88.
Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten:
mittwochs 14 bis 16 Uhr,
samstags 10 bis 13 Uhr
sonntags 12 bis 18 Uhr.
Information und Anmeldung für Führungen
beim Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart
Telefon 0711/216 61 89 oder 216 61 91
Auf Anfrage gibt es Sonder- und Gruppenführungen sowie spezielle museumspädagogische Angebote für Schulklassen.
Aktuelles und Termine
Termine der ARGE Netzwerk Stuttgarter Stadtbezirke
Nächstes ARGE Treffen:
• Mo 13. Februar 2012, 19:00 Uhr in der Weberstraße 2
Kultur- und Medienbericht 2010 - Das Kulturamt legt dem Gemeinderat im Zweijahresturnus einen Kultur- und Medienbericht vor.
In Kultur- und Medienbericht stellt das Kulturamt zusammen, wie sich seine eigenen Einrichtungen - Stadtbücherei, Stuttgarter Philharmoniker, Stuttgarter Musikschule, Stadtarchiv, Carl-Zeiss-Planetarium, Museumspädagogischer Dienst und der Planungsstab Stadtmuseum entwickelt haben. Ein großer Teil des Berichts ist der Kulturförderung und der Entwicklung der Stuttgarter Kulturszene gewidmet. Kultur- und Medienbericht 2010 -
Berichtsjahre 2008/2009 als pdf-Datei downloaden.
Ältere Veranstaltungen und Projekte
6.Tag der Stadtgeschichte am Sa 5. Nov 2011 im neuen Stadtarchiv - Bellingweg 21 - Bad Cannstatt
Programm Sa 5.11.2011
13:30 Begrüßung von Herrn Doka
13:40 Grußwort von Frau S.Laugwitz-Aulbach
13:50 Berichte zum Stadtmuseum von Frau Dr. A. Dauschek
und Herrn Dr. W. Müller aus dem Beirat
14:10 Begrüßung und Einführung durch den Hausherrn, Herrn Dr. R. Müller
14:25 – 15:30 Führungen durch das Haus, eventuell in zwei Gruppen
15:30 – 16:00 Pause mit Kaffee, kalten Getränken und Brezeln
16:00 – 17:00 Praktischer Teil
Wie kann man das Archiv nutzen?
Was darf man kopieren?
Wo finde ich was?
Was kann man ins Archiv bringen?
Dazu können in den Stadtteilen auch Wünsche und Fragen in allgemeiner Form vorbereitet werden.
• (Neues) Stadtmuseum Stuttgart Wilhelmspalais, Konrad-Adenauer-Straße 2, 70173 Stuttgart, Stuttgart-Mitte
bis 2011 ist hier noch die Zentralbücherei - geplante Eröffnung des Stadtmuseums nach Umbau im Jahr 2014
• Stadtmuseum Bad Cannstatt in der Klösterle-Scheuer, Marktstraße (Ca) 71A, 70372 Stuttgart, Bad Cannstatt
Wechselausstellungen und ständige Ausstellung zur Geschichte Cannstatts.
• Städtisches Lapidarium, Mörikestraße 24/1, 70178 Stuttgart, S-Süd - vom 1. Mai bis 19. September 2011 geöffnet - Eintritt frei
• Heimatmuseum Plieningen im Alten Rathaus, Goezstraße 1, 70599 Stuttgart, Plieningen, seit 19. Oktober 2009 während der Sanierung des Alten Rathauses in Plieningen geschlossen. Es soll später voraussichtlich in der Zehntscheuer wieder neu eingerichtet werden.
• Heimatmuseum Möhringen, Spitalhof Möhringen, Filderbahnstraße 29, 70567 Stuttgart, Möhringen, Öffnungszeiten: Samstag, 10 bis 12 Uhr und Sonntag, 14 bis 16 Uhr.
• Hegel-Haus, Eberhardstraße 53, 70173 Stuttgart, S-Mitte, das Geburtshaus eines der berühmtesten Söhne der Stadt, des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel.
• Bezirksrathaus Botnang, Klinglerstraße 7, 70195 Stuttgart, Botnang, Dauerausstellung "Die Römer in und um Botnang" im 3. OG
• MUSE-O e. V., Alte Schule Gablenberg, Gablenberger Hauptstraße 130, 70186 Stuttgart, S-Ost, Wechselausstellungen des Museumsverein Stuttgart-Ost e. V. - MUSE-O,
• Heimatstube Hedelfingen (Altes Haus), Heumadener Straße 2, 70329 Stuttgart, Hedelfingen, Wechselausstellungen des Fördervereins für eine heimatkundliche Sammlung im Stadtbezirk Stuttgart-Hedelfingen / Rohracker e.V.
• Museum zur Geschichte Hohenheims im Spielhaus im Norden des "Exotischen Gartens", Exotischer Garten Hohenheim, 70593 Stuttgart, Öffnungszeiten: 1. April - 31. Oktober, Sa 14 - 17 Uhr, Sonn- und Feiertage 10 - 13 und 14 - 17 Uhr. 1. November - 31. März, Sonn- und Feiertage: 10 - 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.
• Heimatmuseum Stammheim, Kornwestheimer Straße 13, 70439 Stuttgart, Stammheim, Sammlung von bäuerlichen Gebrauchsgegenständen, Öffnungszeiten: jeden 1. Sonntag im Monat von 14:00 - 17:00 Uhr.
• Ortsmuseum Untertürkheim/Rotenberg mit Heimatgeschichtlicher Ausstellung im Alten Schulhaus Rotenberg, Württembergstraße 312, 70327 Stuttgart, Rotenberg, die vom Bürgerverein Untertürkheim e.V. betreute Heimatgeschichtliche Ausstellung ist von April bis September jeweils am ersten Sonntag des Monats von 14 bis 16 Uhr geöffnet.
• Weilimdorfer Heimatstube, Ditzinger Straße 7, 70499 Stuttgart, Weilimdorf, der Weilimdorfer Heimatkreis zeigt im ehemaligen Pfarrhaus im Quartal wechselnde Thema-Ausstellungen zur Heimatgeschichte, Öffnungszeiten: Nach Voranmeldung Do 16:00 - 18:00 Uhr
Technische Museen
• Stuttgarter Feuerwehrmuseum in Stuttgart-Münster, Murgtalstraße 60, 70376 Stuttgart, S-Münster, gezeigt werden 25 Fahrzeuge aus der Sammlung des Feuerwehrvereins Stuttgart in den Fabrikhallen der ehemaligen Firma Assmann & Stockder sowie die Feuerwehrgeschichte der Stadt Stuttgart
• Gottlieb Daimler Gedächtnisstätte, Taubenheimstraße 13, 70372 Stuttgart, Bad Cannstatt, Modelle der ersten Daimler-Fahrzeuge, aber auch Dokumente aus seinem Leben vermitteln ein Stück Automobligeschichte.
• Straßenbahnwelt Bad Cannstatt, Veielbrunnenweg 3, 70372 Stuttgart, Bad Cannstatt, Historische Fahrzeuge von 1868 bis 1986 sowie Gegenstände aus Betrieb und Technik dokumentiert die Geschichte der Stuttgarter Straßenbahnen,
• Mercedes-Benz Museum in Bad Cannstatt, Mercedesstraße 100, 125 Jahre Automobil-Geschichte: 1500 Ausstellungsstücke - davon 160 Fahrzeuge zeigen die Entwicklung des Automobils vom ersten bis zum heutigen Tag
• Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier, Rathenaustraße 1, 70191 Stuttgart, S-Nord, ein Gebäude der Weissenhofsiedlung von der Werkbundausstellung 1927 kann originalgetreu von innen besichtigt werden
• Porsche Museum in 70435 Stuttgart-Zuffenhausen, Porscheplatz 1,
Das gesamte historische und zeitgenössische Wissen um die Marke Porsche ist in diesem Gebäude gebündelt, das Anfang 2009 eröffnet wurde.
• Unternehmensarchiv der Robert Bosch GmbH, Wernerstraße 1, 70469 Stuttgart, Feuerbach